ERVA DE BUGRE
Dieser seltsame Name bezeichnet einen brasilianischen Baum mit dem botanischen Namen Casearia sylvestris. Die Blätter dieses Baumes wurden schon von den Indianern in früheren Zeiten als Heilkraut verwendet. Neben einer heilenden Wirkung bei Wunden und Magenbeschwerden wird ihnen eine kreislaufunterstützende und blutdrucksenkende Wirkung zugeschrieben. Außerdem sollen sie gegen Mundgeruch helfen.

Die getrockneten dunkelgrünen Blätter enthalten neben ätherischen Ölen noch Saponine, die schleimlösend wirken, und Tannin, bei dem es sich um einen Gerbstoff handelt. Die Wirkstoffe sollen sogar den gefürchteten Erreger Helicobacter pylori hemmen, der für verschiedene Magenkrankheiten verantwortlich ist. Die heilende Wirkung entfaltet sich vor allem auf Schleimhäuten. Das Mittel wird deshalb auch gegen H Herpes oder Fieberbläschen auf den Lippen empfohlen.

ESSIGMUTTER
Hierbei handelt es sich um aktive Essigsäurebakterien, die bei der Essigherstellung als „Impfstoff” verwendet werden. Normalerweise kommen sie in flüssiger Form in den Handel. Häufig wird auch eine Verbindung aus Essigsäurebakterien und Schleimbakterien angeboten, die zusammen eine gallertartige Masse erzeugen. Sie sieht nicht besonders appetitlich aus; man kann damit aber einen ganz hervorragenden Essig selbst herstellen. Nachdem der Essig fertig ist, kann man die Essigmutter wieder heraus nehmen. Man kann sie auch teilen und sie an Freunde verschenken oder immer wieder selbst verwenden.

Die Herstellung von eigenem Essig erfolgt wie unter Apfelessig beschrieben. Allerdings müssen Sie den Ansatz ab einem Alkoholgehalt über 10% verdünnen. Dazu benötigen Sie:
600 – 800 ml Wein 400 – 200 ml Wasser 100 ml Essigmutter