Ein Emulgatoren bringen das Kunststück fertig, Wasser und Fett (Öl) miteinander zu mischen. Jeder weiß: Man kann auf Wasser gegossenes Öl so lange schütteln, wie man will: Nach kurzer Zeit schwimmt das Öl wieder auf dem Wasser.

Ein Emulgator löst nun allerdings das Problem auch nicht dadurch, dass er Öl in Wasser wirklich
löst. Er bewirkt nur, dass sich das Öl stabil in Form mikroskopisch kleiner Tröpfchen im Wasser hält, was man daran erkennen kann, dass sich die Flüssigkeit eintrübt bzw. eine cremeartige Masse entsteht. Der Emulgator erreicht diese stabile Mischung dadurch, dass er durch seine chemische Beschaffenheit sowohl fettfreundlich (lipophil), wie auch wasserfreundlich (hydrophil) ist. Man muss sich ihn – übrigens ähnlich wie die Tenside – wie einen Kopf mit einem Stiel vorstellen, bei dem der Kopf wasserfreundlich und der Stiel fettfreundlich ist.

Es gibt grundsätzlich zwei Arten von Emulsionen: Die Wasser-in-ÖI-Emulsion (W/O) und die Öl-in- Wasser-Emulsion (O/W). Welche Emulsion man wählt, hängt weitgehend vom Verwendungszweck ab. Bei Hautcremes entscheidet man sich meistens für die O/W-Emulsion, weil sie besonders angenehm auf der Haut ist und viel Feuchtigkeit spendet. Die Wahl der Emulsion hängt aber auch vom Wassergehalt ab. Bei einem Wassergehalt von mehr als 50% hat man es meist mit einer O/W-Emulsion zu tun.

Unter den Kosmetika sind es vor allem die Cremes, die ohne Emulgatoren gar nicht zustande kämen. Hier kommt es auf eine besondere Hautfreundlichkeit der Emulgatoren an, wie sie zum Beispiel das Lecithin hat. Eine der bekanntesten Emulsionen ist übrigens die Mayonnaise. Hier wirkt das Ei als Emulgator.

Emulsan II
Immer dann, wenn Fett und Wasser eine Verbindung eingehen sollen, ist ein Emulgator erforderlich. Wir haben für das Selbstmachen von Cremes lange nach einem besonders hautverträglichen Emulgator gesucht und ihn hiermit gefunden: Emulsan II besteht aus Pflanzenfett und Zucker, was diesem Emulgator zugleich Wirkstoffeigenschaften verleiht. Er spendet der Haut Feuchtigkeit und kann überdies Stoffe, die sehr empfindliche Haut irritieren könnten (zum Beispiel Konservierungsstoffe) in ihrer Wirkung abschwächen. Ein anderer Emulgator mit hoher Emulsionskraft ist Tegomuls.