ELEKTROSMOG
Ob Elektrosmog – also elektromagnetische Kräfte unterhalb der Wahrnehmungsschwelle – eine gesundheitsschädliche Wirkung hat, ist bisher weder eindeutig und zweifelsfrei bewiesen noch widerlegt worden. Nicht zuletzt deshalb wird die Diskussion besonders heftig und zum Teil dogmatisch geführt. Da es noch keinen Beleg gibt, dass es keinerlei Wirkung elektromagnetischer Kräfte gibt, geben wir hier für alle, die besonders vorsichtig sein wollen, ein paar Tipps:

Ein magnetisches Feld besteht nur so lange, wie Strom fließt. Das gilt nicht für elektrische Spannung und das daraus entstehende elektrische Feld. Es bleibt auch dann bestehen, wenn das Gerät ausgeschaltet ist, der Stecker aber noch in der Steckdose steckt. Bei unseren üblichen etwa 230 V ist dieses Feld allerdings bereits in geringem Abstand nur noch sehr schwach und deshalb völlig unschädlich. Trotzdem lassen sich manche Menschen vor allem im Schlafzimmer einen Netzfreischalter einbauen, der bewirkt, dass bei ausgeschalteten Stromverbrauchern auch keine Spannung mehr für ein elektrisches Feld sorgt.
Problematisch können folgende Geräte sein:
■Heizdecken
■Radiowecker
■Funktelefon
■Babyphon

Im Handel werden Testgeräte angeboten, die den Elektrosmog am Arbeitsplatz und in der Wohnung messen sollen. Diesen Geräten gegenüber sind wir äußerst skeptisch. In der Regel weisen sie nur magnetische, aber keine elektrischen Felder nach, und außerdem sind die billigeren Geräte meist nur für Frequenzen von
50 – 60 Hertz ausgelegt; also nur für normale Haushaltsgeräte geeignet. Computerbildschirme oder Handys lassen sich damit nicht messen. Wenn Sie sich genauer informieren wollen, wenden Sie sich an die Verbraucherverbände: Die Arbeitsgemeinschaft der Verb rau eher-Verbände (AgV) hat einen Ratgeber zum Thema Elektrosmog herausgegeben.